Vorteile und Nachteile einer Morgenroutine

Vorteile und Nachteile einer Morgenroutine

Was sind die Vorteile und Nachteile einer Morgenroutine? Fragst Du Dich manchmal, ob dieser Hype rund um Morgenroutine wirklich nur Vorteile und keine Nachteile hat?

Produktive Morgenroutine, Minimalismus, 5AM Club – es gibt viele Morgenroutinen und es gibt definitiv ein Klima in unserer Gesellschaft, es doch auch selber mal mit einer möglichst ausgeklügelten Morgenroutine einmal zu versuchen.

Für mich ist es: Dich selber auf den Tag einstimmen – ohne Stress atmen, am besten noch wenn meine Augen geschlossen sind und ich im Bett liege. Deine Gedanken können wandern, aber sende Deinen Geist einfach ins Herz, während Du atmest.

Vorteile einer Morgenroutine

Ich habe eine Morgenroutine, seit ich mit Krebs diagnostiziert wurde. Ich hatte auch schon vorher immer wieder eine Meditationsphase, aber seit Januar 2019 reserviere ich mir morgens immer Zeit, einfach zu sein, wahrzunehmen, was bereits gut ist und Danke zu sagen.

Hier meine Überlegungen, warum Dir eine Morgenroutine guttun kann:

  • Du startest den Tag ganz bewusst, nimmst wahr, dass der Tag neu beginnt und Du auch
  • Du nimmst Dir Zeit, bewusst wahrzunehmen, dass Du noch lebst. Ich atme!
  • Du übst Deinen Körper wahrzunehmen, ohne zu urteilen
  • Du übst Deinen, neue Gedanken und Gefühle zu lernen und zu üben
  • Du nimmst Dir ein paar Atemzüge Zeit, das alte loszulassen – gestern loszulassen – und neu anzufangen
  • Du kannst auch einfach, ganz bewusst, Dein Bett machen. Das ist eine Übung alltägliche, mühsame Handlungen inspiriert und mit dem Herzen zu machen
  • es ist nicht einfach – ja – aber ich mache ich es, wir machen Raum für uns selber
  • Zeit in Meditation und / oder beim Chanten eines Mantras verlangsamt nachgewiesenermassen Dein Gedankenkarussell
  • Meditation hilft Dir still im analytischen Teil des Gehirns zu werden und Dich zu erden. Alle Gefühle, alle Dramen, Geschichten können sich in Dir zeigen und dadurch beruhigen. Du kultivierst eine neue pure Energie in Dir
  • Vielleicht bist Du müde, aber danach bist Du inspiriert und motiviert, Deine Energie erdet sich und legt die Basis für Deinen Tag
  • Ruhe ist der Schlüssel für Erfolg – es ist nie „Viel Machen“, das Dich erfolgreich macht, sondern die innere Klarheit verknüpft mit Intention
  • Es tut gut, Dich schon am Morgen daran zu erinnern, dass langsamer werden die Lösung ist, wenn Du viel zu tun hast. Getreu dem Motto: „Wenn Du viel zu tun hast. Meditiere 20 Minuten. Wenn Du aber keine Zeit hast, meditiere 1 Stunde.“
  • Herz-Hirnkohärenz bzw. Momente der Stille geben Dir Klarheit für den Tag
  • Im Wahrnehmen und Aushalten, was in Dir und Deinem Körper gerade los ist, bekommst Du Zugang zu Deiner inneren Weisheit, zu diesem Strom an Wohlbefinden, der Dir hilft, eine bewusste Ausrichtung für den Tag zu wählen.
  • Ein dankbares Herz macht grosszügig – mit Dir selber und mit der Welt. Die grösste Aufgabe für uns Menschen besteht doch darin, Frieden mit dem, was ist zu finden. Am Morgen kannst Du üben, einfach wahrzunehmen, was in Deinem Körper für Empfindungen auftauchen und diese ohne zu urteilen anzunehmen. Dieses Wahrnehmen macht Raum für Deine Emotionen und hilft gleichzeitig Dein autonomes Nervensystem zu regulieren.
  • Jeder Atemzug ins Herz, jeder Gedanke, was gerade gut in Deinem Leben ist, nährt Deine Dankbarkeit. Dankbarkeit ist ein grosser Nährboden für Wohlbefinden und lässt Dich eine neue Perspektive gegenüber Deinen Triggern / Sorgen einnehmen.
  • Morgenroutine kann ganz simpel und einfach sein. Konzentriere Dich noch im Bett 1 Minute auf einen Sinn – zum Beispiel höre nur oder berühre nur. Auch 3 Minuten barfuss und bewusst auf dem Rasen, über Deine Terrasse gehen, ist eine Routine, die erdet. Spür den Boden, die Beschaffenheit, Deinen Atem. Oder nimm einfach die Natur in den Fokus – was erzählt sie Dir vom ewigen Kreislauf des Lebens, ohne dass Du Deinen analytischen Geist befragst.

Nachteile einer Morgenroutine

Eine Morgenroutine kann zum Stressfaktor werden oder eine neue rigide „Du musst“ Agenda in Deinem Alltag werden. Du kommst immer mit – das heisst unsere Tendenz alles perfekt und richtig machen zu wollen, lässt uns auch unsere Morgenroutine oder Achtsamkeit-Sequenz gerne zum Projekt machen.

Britta Kimpel hat gerade ihre Morgenroutine eingestampft, weil sie sie nur noch rituell heruntergespielt hat und nicht mehr spielerisch und frei dabei war. Sie fragt auch ganz provokativ, ob Morgenroutine oder andere Rituale unter Umständen sogar schaden können.

  • Deine Morgenroutine stresst Dich und Du hast ein schlechtes Gewissen, falls Du sie nicht einhältst
  • Deine Morgenroutine ist starr und lässt keinen Raum für Unerwartetes oder einfach nichts tun
  • Ohne Deine Morgenroutine fühlst Du Dich ungeschützt – Du bist abhängig und verbindest magische Kräfte mit Deiner Routine
  • Menschen ohne Morgenroutine sind Dir suspekt, Du urteilst aufgrund eines äusseren Merkmals
  • Du ignorierst Deine Körpersignale und beginnst Deine Routine viel zu früh unausgeschlafen
  • Du bist schon am Abend gestresst, weil Du am Morgen früh aufstehen musst
  • Du versteckst Dich hinter Deiner Morgenroutine bzw. Ritualen und verpasst nicht einfach offen und neugierig hinzuspüren, was gerade ist
Vorteile und Nachteile einer Morgenroutine
Wie Du Deine Routinen gestaltest, entscheidet, ob es Dir hilft, Dich selbst zu regulieren

Morgenroutine bzw. Rituale sind immer auch etwas Individuelles und Intuitives. Spür hin, mach keine weitere Leistungsaufgabe daraus. Es geht nicht darum Besser, Stärker, Erfolgreicher zu werden. Das sind Ziele eines unregulierten Selbst – auch gerne als Ego bezeichnet. Im schlimmsten Fall wird Dein Anspruch auch noch eine Morgenroutine gewuppert zu bekommen ein weiteres To-do auf Deiner elend langen Liste. Dein autonomes Nervensystem reagiert auf diesen unbewussten Stress, Dein Sympathikus wird noch aktiver und Du selbst noch unregulierter. Nun übernimmt Dein analytischer Verstand und erzählt Dir mit einer guten Geschichte, warum das alles trotzdem gut für Dich ist. Dein Körper fühlt sich aber genau nicht so – nur erzählt er Dir das unter Deiner Bewusstseinsschwelle.

Mein Fazit in der Frage „ist eine Morgenroutine lebensverändernd“; heisst nimm Dir Zeit zu beobachten und zu spüren

Überprüfe Deine Routinen und Rituale immer wieder bewusst. Nutzt Du sie, um einem Gefühl auszuweichen? Ist Deine Morgenroutine voller „Sollte/Müsste/Darf-Nichts“?

Deine Gehirnwellen sind am Morgen entspannt und Du bist aufnahmefähig für neue Gedanken und Gefühle. Es ergibt Sinn, diesen Zustand zu nutzen. Es spricht aber rein gar nichts dagegen, andere Zeitfenster im Alltag zu nutzen, um Dich selber zu erden, den Geist zu beruhigen und einzuatmen.

Unser autonomes Nervensystem speichert Gefühle und Erlebnisse – wenn wir beginnen, uns im Alltag Zeit zu nehmen, hinzuspüren und anzunehmen, geben wir unseren Gefühlen Raum. Wir üben eine neue Haltung unseren Gefühlen gegenüber einzunehmen, die Energie dahinter ins Friedliche zu schieben.

Dazu ist es enorm wichtig, dass Du keine neue Muss-Struktur aus Deiner Morgenroutine machst. Spür hin! Frag Dich gerne: Bin ich gestresst? Bin ich offen und spielerisch und einfach neugierig, was ich heute für einen Impuls habe, um einfach ein paar Minuten zu sein?

Ich selber lernte in den letzten 2 Jahren, dass es nicht um eine perfekte Morgenroutine geht. Für mich geht es darum, meinem Sein im Alltag Zeit einzuräumen. Machen, am besten schnell und viel und perfekt – das beherrschte meine Kindheit und auch meine Erwachsenenjahre. Sport – extrem regelmässig, gesund essen – strikt ist besser, Arbeiten – perfekt muss sein. Ich weiss, wie viel Sicherheit mir mein altes Verhalten gab. Dieser Stress beherrschte mein Sein.

Nun nutze ich den Morgen, aber auch viele Zeitfenster im Laufe des Tages, um Danke zu sagen, den See vor meinem Fenster wahrzunehmen, die Vögel zu hören. All diese Naturerlebnisse lade ich ein, mich Wohlbefinden zu lehren. Ich atme, ich spüre 20 Sekunden lang hin, was das Schreien meiner Jungs bei mir im Körper auslöst. Ich gönne mir 20 Minuten Premordial Sound Meditation, wenn ich vor lauter To-dos nicht mehr weiss, wo mir der Kopf steht.

Jedes achtsame Ritual, jede Routine in Deinem Leben dient nur einem Zweck: Dich mit Dir und dem Leben im Wahrnehmen des Vollkommenen, so wie es ist, zu verbinden. 1 Minute in spielerischer Bewunderung eines Vogelzwitscherns während des Morgenkaffees ist 100x besser als 15 Minuten in einer rigiden Meditation, die zur leeren Hülle eines reines Muss To-dos wurde.

In diesem Blogpost „Morgenroutine – Dein 5 Minuten Energieboost“ erfährst Du mehr zu meiner persönlichen, täglichen Morgenroutine.

Möchtest Du ein paar Tipps zum Starten einer Morgenroutine? Dann ist dieser Morgenroutine Anfänger Blogpost von mir ein guter Anfang.

Falls Du gerne mal einen Podcast über die Fehler einer Morgenroutine hören willst, hör mal bei Britta Kimpel in ihren Podcast «Uplevel» hinein – diese Folge dreht sich um Dein Toleranzfenster und wie Dir eine starre Morgenroutine dabei schaden kann.

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