Mein Monatsrückblick – Mai 2022

Mai Monatsrückblick gertrud Angerer Embodiment Coach

ein Monat, in dem ich die Wellen des Lebens ganz schön rollten.

Mein Mai 2022 war voller Ausschläge – nach unten und nach oben. Es gab viel zu feiern, aber auch einiges, was mir manchmal buchstäblich den Schlaf raubte. In der Zwischenzeit bin ich aber wesentlich besser darin, Aufgaben des Lebens nicht mehr rein aus der Problemperspektive wahrzunehmen. Ich übe zu atmen, hinzuspüren und auch wahrzunehmen, dass mein Verstand oft viel zu schnell Probleme in der Zukunft löst und grösser macht als sie im Augenblick gerade sind.

Beruflich fühle ich mich momentan im Nirwana gefangen – es scheint im Aussen stillzustehen. Trotzdem finde ich es wertvoll, dass ich mir Zeit nehme, bis etwas entsteht, was sich gut anfühlt.

Als Mama musste ich manchmal meine Angst, meinen Kindern könnte es für immer nicht gut gehen, wahrnehmen und auch verändern lernen. Ich bin froh, um all die Tools, die ich nun habe, um Gefühle wahrzunehmen, aber gleichzeitig auch Sicherheit im Moment zu finden.

Im Mai reihte sich ein Fest ans andere

Im Mai geben sich bei uns die Feiertage und Feste die Hand. Gefühlt ein Fest pro Woche – egal ob 1. Mai, Auffahrt oder Familien-Geburtstage oder unser Hochzeitstag. Wir feiern alles im Mai, was meine Arbeitsroutinen sprichwörtlich ausser Kraft setzt.

Mitte Mai haben mein Mann und ich vor 26 Jahren kirchlich geheiratet. Langsam sind wir wieder ausgeschlafen genug, dass wir dann abends an unserem Hochzeitstag auch ausgehen wollen. Dieses Jahr gönnten wir uns, ein richtig schönes Restaurant am See – gleich vis à vis der Schokoladenfabrik Lindt. Seit ich in der Schweiz bin – und das ist länger als ich verheiratet bin – denke ich darüber nach bei «Chez Fritz» einmal zu essen. Was für ein schöner Ort, die Seele baumeln zu lassen, den See und den Abend zu geniessen!

Monatsrueckblick Mai 22
Alleine die Neon farbige von Marimekko inspirierte Speisekarte machte mich bei Chez Fritz glücklich

Eine Woche später feierte mein Jüngster seine Erstkommunion, was meine Eltern motivierte, uns nach zwei Jahren zu besuchen. Alexander selber liess sich nur wegen der Geschenke motivieren, mitzumachen. Was ihn aber nicht davon abbringt, auf seine Firmung zu bestehen, weil er sonst in Mexiko nicht heiraten kann. 🤷🏻‍♀️ Als Mama von vier habe ich aufgehört, mich zu fragen, woher sie das wieder haben.

Monatsrueckblick Mai 22
La Famiglia an der Erstkommunion meines 9-jährigen – alle gewaschen und angezogen 🥳 – meine Eltern werden dieses Jahr 80. Sie sind super fit und mein Vater denkt gerade daran, nicht mehr selber LKW zu fahren.

Ende Mai feierten dann meine Schwiegereltern ihren 82sten Geburtstag. Mein Schwiegervater war letztes Jahr um diese Zeit bereits in der Palliativpflege – in der Zwischenzeit staubsaugt er zu Hause wieder selber und geht schneller als seine Ehefrau. Das Leben ist da zum Feiern und vor allem wahrzunehmen, wie viele kleine Wunder am Weg auf uns warten.

Monatsrueckblick Mai 22
Familien Mittagessen mit allen Tanten, Onkeln und Cousinen auf der Seite meines Mannes

Als Mama bin ich sehr, sehr gefordert

Bei vier Kindern ist gefühlt ständig etwas und einer schreit immer, würden glaube ich die meisten mehrfach Mamas unterschreiben. Im Mai musste ich aber Erfahrungen meiner zwei Jüngsten bewältigen, die mich stark forderten.

Mein Jüngster ist sehr gross für sein Alter, ausserdem ziemlich schlau, aber gleichzeitig voller Selbstzweifel, Ängste und guter Vermeidungstaktiken. Seine Schulsituation macht mir immer wieder Sorgen – da er zu Hause nicht immer erzählt, wenn etwas passiert, das ihm zu schaffen macht. Aber auch seine Lehrpersonen nicht gerade schnell sind daheim Bescheid zu geben, wenn etwas nicht rund läuft im Klassenzimmer. Kinder haben manchmal drollige Lösungen, ein Problem zu vermeiden.

Mein 9-jähriger macht gerade keine Hausaufgaben, verweigert Diktate oder empfindet sich als schlecht in Mathe – obwohl er zu den besten in Mathe in seiner Klasse zählt oder maximal 1-2 Fehler auch bei wenig geübten Texten macht. Oft einfach, weil er Fehler für sich selber als Katastrophe enpfindet oder weil er Auseinandersetzungen vermeidet, in dem er am besten gar nicht mitmacht.

Aus Sicht des Nervensystems verstehe ich heute, warum dieses Verweigern aus seiner Sicht eine gute Lösung ist. Als Mama ist er mir aber wichtig, dass er, aber auch die Schule, einen besseren Weg miteinander finden.

Nick, mein zweit jüngster, wurde vor einigen Wochen von mehreren Kindern tätlich angegriffen (Tritte, Schläge, Fluchtweg zuhalten …) und danach noch weiterhin bedroht. Ausser, dass ich mit den psychischen Folgen beim Kind einiges zu tun habe, forderte das von mir im Mai viel Koordinationsarbeit mit Schule, Schulsozialarbeit und Jugendpolizei.

Am Ende willigte mein Sohn in ein Wiedergutmachung-Treffen im Schulgebäude ein, was ihn tagelang wenig schlafen liess und wirklich viel Mut kostete. Trotzdem glaubte er mir, dass es richtig ist, sich nicht zu verstecken und schweigen, sondern Dinge anzusprechen und sich selber wieder seinen Bewegungsradius zurückzuholen.

Ein erster Schritt war, am Handballturnier teilzunehmen – obwohl die Kinder, die in verletzten, dabei mitspielten. Am Anfang wollte er einfach absagen. Aber als er verstand, dass eine Angst nicht kleiner werden wird, wenn er sich ihr nicht entgegenstellt, trat er am Turnier an. Das Glück einer grossen Familie ist, dass Du Deinen grossen Bruder und Papa als Bodyguards auf die Trainerbank setzen kannst und damit das Gefühl von Sicherheit dramatisch steigt.

Monatsrueckblick Mai 22
Nicks Handballturnier fand vor dem Entschuldigungstermin der Angreifer statt – die Gefühle kosteten ihn einiges an Energie, aber er stellte sich und erlebte, dass es in der Nachschau hilfreich war, nicht einfach zu Hause zu bleiben.

Auf alle Fälle übte auch ich in dieser Situation, mich nicht ins Problem einzugraben, sondern meine Ratlosigkeit und Überforderung in manchen Momenten einfach wahrzunehmen. Ich übte auf eine einfache Lösung zu vertrauen, auch wenn ich sie manchmal für unmöglich schien. Indem ich mich vor allem auf den derzeitigen Moment konzentriere und auf den Schritt, den ich jetzt tun konnte, hielt ich meinen inneren Stresslevel auf einem Niveau, der weit weg war von einfach rot zu sehen.

Manche Ereignisse brauchen Zeit, bis die Lösung erschaffen ist. Ich traue meinen Kindern zu, dass sie auch trotz solcher Ereignisse gut herauskommen können. Ich zeige ihnen, dass es wichtig ist hinzuspüren, nicht einfach alles in sich hineinzufressen.

Nick lernt gerade, wie er sich seiner völlig verständlichen Angst stellen kann, was er braucht und wie er seinen Körper mitnehmen kann, diese Erlebnisse auch wieder loslassen zu können. Sie haben stattgefunden, aber sie definieren nicht, wie er seine Umgebung erlebt.

Alexander, der jüngste, übt sich selber auch mit Fehlern ok zu finden und auch zu lernen, Hilfe zu holen statt den Kopf in den Sand zu stecken. Er lernt, dass Vermeidungstaktiken zwar manchmal im Augenblick ziemlich gut funktionieren, aber langfristig mehr Probleme machen als lösen.

Ich selber holte mir in dieser Situation Hilfe. Ich schreibe das, damit Du Dir auch welche zugestehst, wenn etwas Schweres im Leben passiert. Meine Jungs erhielten seelische Unterstützung, das Erlebte zu verdauen bei zahlreichen Kinesiologischen Sitzungen und im Psychologischen Institut für Kinder an der Uni Zürich.

Meine berufliche Kokon Phase dauert noch an

2022 ist für mich ein Brückenjahr – ich nehme mir Zeit hinzuspüren, was ich genau anbieten will und wie ich mit wem arbeiten will. Ende 2021 spürte ich, dass meine Worte und Kurse sich noch nicht richtig oder authentisch anfühlen.

Meine NESC Ausbildung (NeuroEmbodied Soul Centering Coaching Ausbildung) sowie meine Investition in Judith’s «The Content Society» machen aber genau, was ich plante. Ich bekomme Worte, Struktur und Klarheit, was mich antreibt und was ich weitergeben möchte.

Noch erlebe ich dieses Neusortieren innerlich oft als Nebelwand oder Watte. Gleichzeitig bin ich mir total sicher, dass ich gerade in der letzten Phase einer inneren Transformation stecke, an deren Ende ich klar formulieren kann, was ich tue und was ich anbiete.

Monatsrueckblick Mai 22
Bei meinem Ausbildungsmodul in NESC ging es unter anderem um körperliche Stressprozesse und wie Embodiment auch unsere Nierenenergie ausgleichen und stärken kann

Meine Blogposts

Ich empfand diesen Mai als windstill im Aussen. Als würde ich innerlich Worte, Themen und Aussagen hin und her schieben. War ich blockiert? Es fühlte sich an, als wäre es gerade nicht der richtige Zeitpunkt über etwas zu schreiben, was sich gerade verändert. Es fühlte sich eher an wie elange einzuatmen und dann für ein paar Sekunden die Luft anzuhalten, bevor ich lange und tief ausatmen kann – wie bei meinen Atemübungen, um die eigene Balance und Ruhe zu finden.

Daher nur zwei Blogposts, wobei mein Weg zum Embodiment Coach ein sehr persönlicher und langer Blogeintrag wurde.

Wie ich Embodiment Coach für ein reguliertes Nervensystem wurde

Ausserdem fand ich Zeit für einen Tagebuch Bilder Beitrag 12 von 12, eine Blogtradition jeden 12ten des Monats mit 12 Bildern zu dokumentieren.

12 von 12 – Mai 2022

Ich bloggte also nicht wirklich wöchentlich – dafür fand ich Zeit, meine bestehenden Blogartikel langsam nochmals durchzulesen und zu verbessern. «Work in progress» – diese Haltung hat mir Judith Peters sehr gut beigebracht, mit ihrer Sicht eines dynamischen Bloggers. Daher rührte ich auch die Werbetrommel für Judith’s Boom Boom Blog Woche. Am spannendsten war wohl das Interview mit Judith zur Challenge. In diesen 20 Minuten erfährst Du auch einiges, warum ich mit ihr zu bloggen begann.

Und auch sonst war einiges auf der privaten Seite los

Monatsrueckblick Mai 22
Mein Mann war eine Woche beruflich in UK unterwegs und brachte weitere «Dinge» ins Haus, für die ich ein Plätzchen finden darf
Monatsrueckblick Mai 22
Mit den Jungs sahen wir seit langen wieder eine Zirkus Knie Vorstellung – das neue Zelt und die Aufführung waren wirklich beeindruckend und den Besuch mehr als wert
Monatsrueckblick Mai 22
Schulbesuch Morgen bei meinen 2 Primarschülern – hier in der Klasse von meinem super schlauen, aber oft super unmotivierten 9-jährigen. Wir sind dabei, ihm wieder Freude am Lernen und Vertrauen in sich selber zu geben.

Mein Ausblick auf Juni 2022

Der letzte Monat vor den Schulferien wird sicher ereignisreich – Matura der Grössten, Schulausflüge und letzte Prüfungen stehen an und werden gerade die Jungs des Öfteren unausgeglichen werden lassen.

Mein externes Automatisationsprojekt kommt auch in die intensive Phase der Datenmigration und in die Testphase. Ich werde wohl eher 20 Stunden als 10 Stunden wöchentlich verplant sein.

Ich möchte zwei Blogartikel, die ich im Mai nur anlegte, fertigstellen – neben den Wochenthemen, die ich von Judith erhalte. Ausserdem werde ich weiterhin mindestens drei alte Blogposts pro Woche überarbeiten.

In meiner NESC Ausbildung stehen einige Praktika und Übungscalls an – die ich wahnsinnig spannend finde. Ausserdem freue ich mich auf das Business Weekend, das Britta Kimpel , die die NESC Ausbildung leitet, als Add-on im Juni plant.

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