Weniger Angst in 5 Minuten – Selbsthilfe Anleitung

drück Pause bei angst

Manchmal liege ich auf meinem Sofa, blinzele in die Sonne – alles gut – bis ich die Sirenen der Rettung höre und  – plötzlich auf die Uhr schaue, um sicher zu sein, dass keines meiner Kinder gerade auf der Strasse unterwegs und schwer verunglückt ist. Nicht total ausgeschlossen, aber ziemlich unwahrscheinlich.
Angst holt uns meistens aus dem Nichts ein. Unerwartet und oft heftiger als wir es wünschen. Wir suchen Sicherheit in der Zukunft, oder werden von vergangenen Erlebnissen eingeholt – wir fühlen uns hilflos, ausgeliefert und unser Körper zeigt uns diesen Kontrollverlust sofort überdeutlich.

Angst ist so real, weil wir oft Erlebnisse hatten, die sie bestätigten

Unser analytische Geist gibt uns immer Antworten, warum unsere Angst begründet ist. Wurden wir nicht schon einmal betrogen? Starben nicht Menschen im Umfeld unerwartet und jung an Krebs? Gibt es nicht Geschichten, von unglücklich verunglückten Kindern?

Zu begreifen, dass wir Ängste nicht wegrationalisieren können, sondern annehmen müssen als das was sie sind – ungeschickte Helfer uns sicher zu fühlen – ist der erste Schritt Richtung Heilung.

Du musst der Angst nicht erzählen, dass sie unrecht hat

Wir sind gut uns zurecht zu legen, warum im Keller kein Monster wohnt – nur funktioniert diese Strategie nicht wirklich. Meine Kinder verdrehen schon die Augen, wenn ich damit beginne, warum wir keine Monster im Keller haben, weil sie intuitiv spüren, dass diese Strategie rein gar nichts verändern wird.

Viel effektiver ist mit ihnen zu üben, mit ihrer Angst zu tanzen oder die Angst zu einem kleinen Kuscheltier im Arm zu machen, mit dem sie Grimassen schneiden und rumbrüllen können. So funktioniert es für uns besser, wobei Angst eine hartnäckige Sache sein kann.

Gib der Angst eine neue Aufgabe, die Dir besser tut

Während meiner Krebstherapie half nichts besser gegen meine Panikattacken als mich auf diesen jetzigen Moment zu konzentrieren und dankbar zu werden, für das was gerade jetzt gut ist. Die Sonne vor dem Fenster, meine schönen Kissen, das Lachen meiner Kinder im Stock unter mir.

Also gab ich meiner Angst eine Aufgabe: Zeig mir, was gerade jetzt gut ist, zeig mir warum Leben so toll ist – denn so helfe ich meinem Körper gesund zu werden, weil ich dadurch weniger Stress im Kopf habe. Diese Strategie funktioniert auch bei kleineren Sorgen oder Ängsten.

Ängste ziehen uns normalerweise mental in die Vergangenheit oder in die Zukunft – nur selten in die Gegenwart

Die meisten Ängste kommen, da unsere Gedanken entweder in die Vergangenheit oder in die Zukunft wandern.

Glaubst du nicht? Dann beobachte einfach Deine regelmässigen Angstsituationen, um dies zu überprüfen. Entweder erinnern wir uns, was früher oder bei anderen bereits alles schief ging. Oder wir sind mit Gedanken am Ausmalen, was morgen, dieses Jahr, im Leben noch passieren kann.

Wenn ich Angst habe, an Krebs zu sterben, vergesse ich, dass ich gerade noch atme, lebendig bin und jede Sekunde eine nach der anderen voll leben kann.

Die Ausnahme bestätigt selbstverständlich die Regel: Also falls der Tiger gerade die Zähne in Dich reinsteckt, ist die Angst im Jetzt angekommen und unser Steinzeit-Reflex „Fliehen oder Totstellen“ ist völlig angemessen!

Dankbarkeit ist der beste Pause Knopf bei Angst

Ich weiss, es klingt total unglaubwürdig, aber unser Kopf kann nicht gleichzeitig dankbar sein und Angst haben. Funktioniert nicht – kannst Du gerne ausprobieren.

Also anstelle von Argumenten gegen die Angst zu suchen, bist Du viel besser beschäftigt, wenn Du Dich gedanklich bewusst in den gegenwärtigen Moment zurück holst und nach Dingen ∣ Geräuschen ∣ Düften ∣ Menschen suchst, für die Du gerade dankbar bist.

Während meiner Krebstherapie begegnete ich der Geschichte eines alten Japaners, der bei Nierenkrebs im Endstadium begann seinen Krebs zu lieben, weil er dann weniger Schmerzen hatte. Danach dehnte er seine Liebe aus – für den nächsten Atemzug, die Sonne, die Vögel usw. Er begann zu singen und Musik zu machen, er liebte jeden Ton und sandte Töne in die einzelnen Chakren, weil es ihm gut tat. Er begann sich zu freuen, egal was morgen kommen mag und wurde gesund (sein Fall ist eine dokumentierte Radical Remission, Geschichte – diese Good News Geschichten lass ich sehr gerne während meiner Therapie). Ich sah nie einen zufriedeneren Gesichtsausdruck als von diesem alten Japaner 40 Jahre später – er hatte Frieden gefunden mit dem Krebs, seinem Körper, den Erlebnissen der Therapie, seiner Familie, dem Leben.

Drück Pause bei Angst
schnelle Hilfe bei akuter Angst

Ich lasse das Ergebnis los, um jetzt glücklich zu sein

Aus meiner Sicht das beste Mantra für jede Situation, die Du nicht kontrollieren kannst: „Ich lasse das Ergebnis los, und ich will mich jetzt einfach gut fühlen!“. Diesen Auftrag an Deine Überinstanz nimmt Dir die Last weg, alles selber zu richten, alles zu bedenken und einzufädeln. Vielleicht geht es anders auch – solange ich mich gut fühle, kann ich die Kontrolle auch loslassen…
Im Bezug auf den Krebs, fand ich diese Aufgabe besonders schwer. Ich erlebte dieses Prinzip aber Jahre früher als ich aufhörte mein Gewicht in den Fokus für mein Lebensgefühl zu stellen.

Ich begann meinem ÜberIch  ∣ meinem höheren Selbst ∣ meiner Quelle ∣ dem Grösserem Ganzen ∣ dem Universum ∣ Gott (nimm das Symbol, das für Dich die höherer Ordnung repräsentiert) zu überlassen, welches Körpergewicht zu mir passt, wollte aber im Gegenzug mich jetzt gut fühlen. Damit löste ich einen Konflikt in wenigen Wochen, den ich zuvor jahrelang nicht beenden konnte.  

Dieses Erlebnis half mir während der Krebsdiagnose, den Tod anzunehmen. „Ich lasse das Ergebnis los, aber Du machst, dass ich egal wie es ausgeht in Frieden damit bin – keine Ahnung wie Du das schaffst, aber ich will mich einfach mit jeder Variante ok fühlen…“.
Damit nahm ich mir den Druck wissen zu müssen, welcher Befund, was sagen würde und konzentrierte mich darauf mich jetzt im Körper lebendig zu fühlen.

Bin ich gut im Kontrolle loslassen? Nein, kann ich wirklich nicht behaupten. Bleibe ich immer dabei? Nein, nicht wirklich. Aber ich erinnere mich, wenn ich mich ertappe, lange oder dauernd gestresst oder ängstlich zu sein, dass ich wieder am Ergebnis kontrollieren bin. Dann lasse ich bewusst los – um mich wieder besser zu fühlen.

Loslassen wie es rauskommt und mich mehr darauf konzentrieren, dass ich mich jetzt gut fühle – diese Maxime nützt mir auch im Verändern meines „Perfektionismus“ wunderbar. Ich vergesse es nur regelmässig, aber ich merke es immer öfters.

Probier dieses Loslassen gerne selber immer wieder aus. Diese Methode über das Gefühl funktioniert viel besser als alles analysieren, verstehen oder begreifen. Nur wenn wir unsere Gefühle wahrnehmen, ihnen Raum geben und uns selber helfen gefühlstechnisch wieder die Skala nach oben zu spazieren – nur dann verschiebt sich in unserem Alltag wirklich was in die Richtung, die uns gut tut.

Wir können etwas tun, um unsere Angst zu verändern

Unser Atmen hat eine direkte Verbindung zu unserem vegetativen Nervensystem, zu jeder Körperzelle und zu vielen Schaltstellen in unserem Gehirn. Wenn wir tief und langsam atmen, verändern sich unsere Gefühle.
Es ist daher enorm wichtig, dass Du lernst Deinen Atmen bewusst wahrzunehmen und für Dich zu nutzen.

Meine Kinder lachen immer, aber ich übe mit ihnen, langsam einzuatmen, bewusst eine Atempause zu machen, langsam auszuatmen und wieder kurz Pause zu zählen bevor sie wieder tief einatmen.

Langsam atmen signalisiert Sicherheit.

Oder atme abwechselnd durch das linke und rechte Nasenloch. Das bringt Deine rechte und linke Hirnhälfte und damit Dich in Balance.

Lass mich gerne wissen, was Du machst um Deine Angst in etwas zu verwandeln, was Dir gut tut. Ich freu mich auf Deine Rückmeldung.

Deine Gertrud

PS:

In meinem Video Workshop „Drück Pause bei Angst“ zeige ich Dir 5 erprobte Energietechniken, die Dir helfen schwere Gefühle wahrzunehmen und damit zu verändern. Diese Techniken basieren auf Verhaltenspsychologie, alten Weisheitstraditionen und Hirnforschung. Der Zugang ist kostenfrei über diesen Link.

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Das Leben will nicht Perfektion, sondern Wachstum. Für mich gibt es zwei Situationen im Leben: die zum Lernen und die zum Feiern. Das Leben ist ein Strom an Wohlbefinden – wenn wir uns darauf einlassen.

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