Diagnose Krebs – meine heilsamsten Einsichten 2 Jahre später

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Krebs – diese Diagnose wünscht sich keiner und trotzdem trifft es Menschen – tolle Menschen, Junge, Freunde, Familie und manchmal Dich selber. Mich traf die Diagnose im Januar 2019 – unerwartet und während einer Routineuntersuchung, zu der ich „nur kurz“ vom Büro weggerannt war.

Diagnose Krebs trifft Dich unerwartet

Ich werde nie den Satz meines Arztes vergessen als er beim Abtasten sagte „Haben Sie das nicht gespürt?“ – well ehrlich gesagt, jetzt wo er es sagte, doch. Mir fiel mir ein, dass meine rechte Brust manchmal schmerzte – nur hielt ich das für die Hormonschwankungen im Drüsengewebe. Krebs kam in meinen Gedanken gar nicht vor. Krebsangst hatte ich nie und ausserdem ass ich gesund, bewegte mich, hatte gerade das Drama meiner 7 Hüftoperationen halbwegs verdaut und hatte meinen Kopf voll mit To Do’s und Terminen.

Mein normaler Problemlösungsmodus funktioniert bei Krebs nicht

Normalerweise schalte ich bei Problemen auf „viel machen“ und „selber machen“ – bei einer Krankheit wie Krebs funktioniert das offensichtlich relativ schlecht. Es gibt wenig Sicherheit über den nächsten Schritt und noch viel weniger einen klaren Weg zu Heilung. Geduld und Fokus auf den jetzigen Augenblick und das was gerade gut ist war nicht in meinem Standardprogramm und auch nicht unter den Sonderprogrammen meiner internen Software gespeichert.

Was ich heute weiss: es geht ganz schön lange bis alle Krebsfakten auf den Tisch liegen – wie aggressiv, wie gross, welche Behandlung, Operationsklinik, welche Statistik. Heute würde ich sagen, lass Dir Zeit, bei der Wahl der Klinik, schau Dir die Bestrahlungsräume an, den Raum für die Chemo, hast du immer einen einzelnen Ansprechpartner oder wechseln die ständig?

Ich hatte Glück – Früherkennung und wenig aggressiv

Ich war zwar am Ende des Früherkennungsfensters, aber mein Krebs war noch nicht gestreut – einfach schon minimal im Lympfknoten. Alles konnte entfernt werden und mein Krebs zeigte auch im Labor keine Neigung zu einer aggressiven Form zu mutieren. Er wurde 10 Tage nach der Diagnose operativ entfernt und ich unterzog mich einer 7 wöchigen Bestrahlungstherapie. Gemäss eines Arztfreundes also der Lotto-Sechser – auch wenn es immer noch Krebs ist!

Dennoch musste ich mit der Angst und den Krebs-Statistiken leben lernen und unbeschwert leben Schritt für Schritt zurückholen.

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Eine Krebsdiagnose ist eine Zesur im Leben – die berühmte Wand

Wie lebt man unbeschwert nach so einer Diagnose?

Bevor ich meine Antworten hier zusammenschreibe, möchte ich nochmals unterstreichen, dass es bei Krebs keine „One size fits all“ Regel gibt. Jede(r) darf seinen Weg finden und jede(r) hat das Recht sich so zu fühlen, wie er sich gerade fühlt. Jede persönliche Entscheidung ist ok und nichts an meinem Weg ist absolut für andere.

Ich für mich persönlich entschied mich relativ am Anfang meiner Diagnose, dass ich meinen Körper nicht als Feind ansehen werde und dass der Krebs eine Botschaft meiner Seele ist – eine brutale, aber deutlich: So geht es nicht weiter, Du spielst mit deinem Leben. Ich wusste zwar lang nicht, was so nicht weitergeht, aber ich war mir sicher, dass mein Körper nicht einfach ausser Kontrolle war. Ich wehrte mich gegen die Auffassung, ich sei der Diagnose einfach ausgeliefert und alles an meiner Heilung sei ausserhalb von meinem Einfluss, reines „Glück“ oder eben „Pech“.

Was heilt mich wirklich?

Ich wusste, niemand konnte mir die Sicherheit geben, dass wenn ich Schritt A,B und C mache, würde ich 100% gesund werden oder bleiben. Für mich war es ausserdem im Leben immer erkennbar, dass es eine Kraft in und um mich gibt, die grösser als ich selber ist, ein konstanter Fluss an Wohlbefinden, den es gab, aber in dem ich mich nicht so gut einklinken konnte.

Ich begann meine Unzufriedenheit mit dem Leben wahrzunehmen – meine konstanten Schuldgefühle, meinen permanenten Stress, meine Art mich immer fremd und allein gelassen zu fühlen. Ich begann zu meditieren, einfach zu atmen und den gegenwärtigen Moment als gut zu empfinden. Ich beobachtete die Natur, hörte die Vögel und nahm war, dass mein Körper nicht nur Krebszellen, sondern auch gesunde Zellen hatte und produzierte. Er konnte beides und ich wollte die gesunden Zellen feiern und wahrnehmen.

Ich glaube Liebe heilt – liebevolle Akzeptanz, von dem was passierte, Aussöhnung mit Geschichten und Gefühlen – eine radikale Selbstannahme und Offenheit, wie das Ergebnis aussehen wird.

Der Weg meine Gefühle wahrzunehmen, Verletzungen loszulassen war kein einfacher – aber für mich das grösste Puzzleteil an meiner inneren, mentalen Heilung. Vieles an diesem Weg teile ich heute in meinen Kursen, Meditationen und Inhalten. Ich lernte wie wir an jedem Punkt in unserem Leben neu anfangen können, uns mit uns und der Welt aussöhnen können und jeden Tag mehr zu der Person werden, die wir bereits sind.

„Ich will mich jetzt gut fühlen und hilf mir mich wunderbar zu fühlen, egal wie es ausgeht, zeig mir was ich brauche“

Das ist mein Mantra während der Therapie und auch danach
diagnose krebs
Pull statt Push – weniger selber, ständig und machen dafür mehr vertrauen

Wie gehe ich mit der Angst um?

Die Angst oder sagen wir die Panik, die Krebs auslöst ist dramatisch. Sie schnürt Dir die Luft ab, macht Dich hilflos. Als Mutter von 4 Kindern war diese Angst manchmal ein riesiges schwarzes Loch – meine Angst war die perfekte Kombination auf die Angst meiner Kinder und meines Mannes. Der Tod war in allen Handlungen, Aussagen und Gefühlen greifbar. Nur: Angst ist ein schlechter Ratgeber – sagte ich vorher schon immer. Also was tun, um nicht von der Angst regiert zu werden? Denken half wenig, denn es gib viele „Fakts“ um sich relativ schwer Sorgen zu machen.

„Komm in den jetzigen Augenblick – jetzt gerade ist alles ok. Was wenn alles gut ist? Ich lasse nun los und wähle mich jetzt gut zu fühlen – jetzt – einatmen – freuen – ausatmen – das Leben lieben – einatmen…“

So oder ähnlich redete ich in Endlosschleife mit mir, wenn ich mir Sorgen machte, Angst hatte oder mich hilflos fühlte und tue es auch heute noch.

Ich stelle mir vor, wie Licht von weit oben in meinen Körper fliesst, um mich tanzt, in die Erde strahlt, dort wo die Erde am glücklichsten ist und diese Liebe dann von unten in mich fliesst, um mich tanzt – jede Zelle voller Lichtblitze und Helligkeit – jede Zelle vibrierent, gesund und vital. Diese Visualisierung begann ich während meiner Strahlentherapie und mache ich noch heute – einmal pro Tag sicher und definitiv dann, wenn ich das Leben gerade mühsam finde.

Das beste Gegenmittel gegen Angst ist Dankbarkeit

Während meiner schlimmsten Momente während der Krebstherapie fand ich die beste Antwort bei einem alten Japaner: Dankbarkeit und Liebe. Ich stellte mir vor, für was ich gerade dankbar war: für den Atemzug, den ich gerade machte, für meine Kinder, die unten gerade lachten, für die Zellen, die gerade gesund gebaut wurden, für meine Krebszellen, die sich gerade von der Bestrahlung auflösen liessen, für den Vogel, der gerade vor dem Fenster so fröhlich zwitscherte…..

Ich stellte fest, keine Panikattacke war stärker als meine Dankbarkeit – danach konnte ich sehen, dass die Zukunft vielleicht ungewiss, aber das Jetzt gerade gut war. Beobachten was gerade gut ist, das kleine Glück wahrnehmen, um das grosse Glück anzuziehen.

Bewusst Pause drücken statt viel machen

Seit meiner Diagnose Krebs habe ich eins definitiv gelernt: Mein altes Overachiever Ego habe ich in die Pension geschickt – nicht, dass ich nicht noch immer beginne viel zu machen, perfekte Ergebnisse am besten gestern zu schaffen – ABER: ich realisiere es viel schneller, dass ich gerade auf „viel machen“ und „Problem“ schalte. Sobald ich es an mir beobachte, mache ich radikal zunächst nichts – ich lass los, leg mich schlafen, meditiere, setz mich ans Wasser oder lehne mich an einen Baum – alles, was mich in den Moment zurück holt, erdet und wieder neu anfangen lässt. Der Krebs hat mich gelehrt, dass es um inspiriert handeln geht, um Freude am Leben und um Wachstum – nicht um Perfektion.

Ressourcen, die mir halfen, meine Selbstheilung zu unterstützen

Um selber meine Heilung für möglich zu halten und meinen Weg im Umgang mit der Diagnose Krebs zu finden, las ich gerne Beiträge von

  • Joe Dispenza Nerd und Buchautor im Umfeld von Epigenetik, Quantum Physik & Neuroscience
  • Mindvalley und deren Love and Above Serie mit Marie Christie Shelton
  • Diverse 21 Tage Meditationszyklen von Deepak Chopra in dieser Zeit sowie sein Podcast Daily Breath
  • Radical Remission Beispiele, Kelly A. Turner und ihr Projektteam dokumentiert und verifiziert unerwartete Heilungsgeschichten seit ihren Doktorat an der Berkley Universität
  • Kurs in Wundern und die täglichen Affirmationen von Alan Cohen
  • Chloe Rain von Explore Deeply, mit der ich auch seit 2019 zusammenarbeite
  • ausserdem trinke und esse ich täglich grüne, frische Dinge mit Ingwer, Kurkuma, Zwiebel und Knoblauch – mindestens 15 verschiedene pro Woche und trinke Grüntee und viel Vit C

Diese Liste ist meine persönliche Liste – es ist kein Heilversprechen. Ich ergänzte damit meine medizinische Behandlung – OP, Bestrahlung und Hormonblocker. Es ist einfach, was mir gut tat und jeder muss seinen eigenen Weg finden. Für mich war der Weg, an die Heilfähigkeit meines Körpers über die Arbeit an meinen Gefühlen und Gedanken zu arbeiten, der richtige. Es zeigte mir, dass ich jeden Tag die Wahl habe. Ich kann gestresst sein, viel machen und immer auf das Problem starren oder ich kann wahrnehmen, dass alles gut jetzt schon ist und ich einfach atmen kann und das Gute im Moment zelebrieren. Gelingt nicht immer – aber immer öfters!

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Das Leben will nicht Perfektion, sondern Wachstum. Für mich gibt es zwei Situationen im Leben: die zum Lernen und die zum Feiern. Das Leben ist ein Strom an Wohlbefinden – wenn wir uns darauf einlassen.

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